Die preußische T3 in Wriezen

 

und später dem

 

Bw Frankfurt Pbf zugeordnet

 

  

File:T3 Schunter 1994.jpg

  

Die Lokomotiven der Gattung T 3 der Preußischen Staatseisenbahnen waren laufachslose, dreifach gekuppelte Tenderlokomotiven. Sie waren zusammen mit den zweiachsigen

T 2 die ersten Dampflokomotiven, die nach den Normalien gebaut wurden. Die ersten Exemplare lieferte Henschel im Jahr 1882.

  

Technik

Die T 3 hatten ein Nassdampf-Triebwerk mit zwei Zylindern, die auf die mittlere Kuppelachse wirkten. Die Flachschieber wurden von einer außenliegenden Allan-Steuerung bewegt. Der Wasservorrat war in einem Rahmenwasserkasten unter dem Kessel untergebracht; die Kohlenkästen befanden sich links und rechts der Feuerbüchse vor dem Führerhaus. Davor befand sich jeweils ein Einfüllstutzen für den Wassertank.

Die Federn der beiden vorderen Radsätze waren mit Ausgleichshebeln oberhalb des Umlaufs verbunden.

Die frühen T 3 hatten noch keinen Dampfdom, sondern nur einen Regleraufsatz, von dem aus die Einströmrohre außerhalb des Kessels direkt zu den Zylindern führten. Die Achslast dieser Lokomotiven lag bei etwa 10 t

Spätere Lieferungen (ab 1887) hatten einen Dampfdom und die Einströmrohre wurden durch die Rauchkammer verlegt. Bedingt durch den Dampfdom wurde auch die Anordnung des Sandkasten und der Sandstreuer geändert. Außerdem wurde die Menge der mitgeführten Wasser- und Kohlenvorräte erhöht.

Die Rückwand des Führerhauses war jetzt eben und nicht mehr im unteren Teil abgeschrägt. Die Länge über Puffer vergrößerte sich von 8.300 mm auf 8.591 mm, die Achslast stieg auf 11 t (siehe 2. Bild).

Ab 1903 wurden die Vorräte noch einmal vergrößert, und die T 3 konnten jetzt 5 m³ Wasser und 1,9 t Kohle mitführen. Die Achslast dieser „verstärkte Normalbauart“ oder

„Normalbauart (6 t)“ genannten Ausführung lag bei 12 t.

 

Deutsche Reichsbahn

Nach 1945 übernahm die Deutsche Reichsbahn zahlreiche weitere T 3 von Werk- und Privatbahnen als 89 953, 5901–5903, 6001–6016, 6018, 6101–6132, 6134–6159, 6161, 6163, 6164, 6204–6211, 6215, 6216, 6218, 6220, 6221, 6228–6232, 6235, 6306, 7566–7568, 7571–7573 und 7578.

Darunter waren auch mehrere „echte“ preußische T 3. 

01 

Vier weitere Exemplare, welche von der Oderbruchbahn stammten, wurden von der DR 1960 umgebaut und mit Schlepptendern ausgestattet. Diese Loks erhielten die Nummern 89 6222–6225. Ein Exemplar erhielt zunächst einen zweiachsigen Tender, die drei anderen einen der Bauart 3 T 12. Dieser ersetzte später auch den zweiachsigen bei der Betriebsnummer 89 6222. Die Loks kamen zuletzt von 1950 an auf der Strecke Fürstenwalde–Beeskow zum Einsatz. Sie wurden 1968 ausgemustert.

02

 

03

Die erhaltene Museumslok 89 6009.

  

 

Die schwere Arbeit der Heizer.

 

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Klein und übersichtlich der Führerstand einer T3.

 

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Für die Strecken der ehemaligen Oderbruchbahn mit einem Schlepptender ausgerüstet:

Lok 89 6034.

 

Wasserversorgungsanlagen auf der Oderbruchbahn:

 

Hasenfelde 

Falkenhagen 

Dolgelin

Golzow

Zechin

Groß Neuendorf

Wriezen 

Motorpumpe

Hochbehälter 2m3

Motorpumpe-Brunnen Pulsometer

Motorpumpe

Motorpumpe

Pulsometer

Wasserkran mit Anschluss an die städtische Wasserleitung.

 

 

07 

Zum Schluss die Ansicht einer T3 mit Schlepptender und kompletten Zug im Oderbruch.

 

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Der Schnitt einer T3 mit Tender.